Studium bei der BA, und dann?
„Die mir entgegengebrachte Empathie, Wertschätzung und Akzeptanz hat mich beeindruckt“
Für mich stand ganz früh fest, dass ich Jura studieren und in den öffentlichen Dienst möchte. Zugleich entwickelte ich in der Oberstufe auch Interesse an wirtschaftlichen Themen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen.
Die Möglichkeit eines dualen Studiums lernte ich erst kennen, als sich zwei Mitschüler von mir im BWL-Bereich bewarben. Die Idee, Studium und Praxis miteinander zu verbinden, gefiel mir sehr gut und ich suchte nach dualen Studiengängen, die auch einen juristischen Bezug hatten.
Die BA als Arbeitgeberin hatte ich bei der Suche nach dualen Studienplätzen zunächst nicht wahrgenommen. Erst ein Gespräch mit meinem Studienberater sollte zu einem ganz besonderen Schlüsselmoment in meinem Leben werden. In der Berufsberatung habe ich das erste Mal eine Beratung erlebt, ohne dass man mir offen oder versteckt etwas verkaufen oder mich in eine Richtung lenken wollte. Hier stand ich als Mensch mit individuellen Stärken und Interessen im Mittelpunkt. Die mir entgegengebrachte Empathie, Wertschätzung und Akzeptanz meines Studienberaters hat mich beeindruckt. So sehr, dass ich mich am Ende des Beratungsgesprächs erkundigte, wie mein Studienberater zu seinem Beruf gekommen war. So erfuhr ich vom Studium an der HdBA.
Das duale Studium Berufsberatung & Fallmanagement an der HdBA gefiel mir aufgrund der Interdisziplinarität des Studiums, dem Zusammenhalt der Studierenden sowie den Studienbedingungen hervorragend. Ein Highlight im Studium war für mich, dass regelmäßig Personen aus der Zentrale vorbeikamen und von aktuellen Themen, welche die Gesamtorganisation der BA betrafen, berichteten. Da habe ich schon gemerkt, dass ich irgendwann einmal in der Zentrale der BA arbeiten möchte. Meine Bachelorarbeit schrieb ich über den Einsatz von Gamification in der beruflichen Orientierung und untersuchte digitale Angebote wie den Berufe Entdecker und das Berufe-Universum.
Im Rahmen der Auszeichnung und Teilnahme an den Modulen des Absolventenförderprogramms war ich dann zum ersten Mal in der Führungsakademie in Lauf an der Pegnitz und durfte neben dem beeindruckenden zentralen Druckservice auch erstmalig die Zentrale in Nürnberg besichtigen.
Meinen Start nach dem Studium hatte ich als Berufsberater für die Sekundarstufe I, später habe ich eine Entwicklung zum Berufs- und Studienberater für die Sekundarstufe II gemacht. Dabei habe ich gemerkt, dass es mir gefällt, mit und für Menschen zu arbeiten. Besonders attraktiv empfand ich unsere digitalen Angebote wie die Azubi Welt App, das Selbsterkundungstool CHECK-U und das BERUFENET und habe diese gerne mit in den Beratungsprozess einbezogen. Ich denke, dass Mitarbeitende sich ein Stück weit auch über die Produkte ihres Unternehmens identifizieren. Bei mir habe ich das erstmalig ganz deutlich mit der Azubi Welt App erlebt. Eine wirklich nutzerorientierte App, die gemeinsam u.a. mit Schülerinnen und Schülern und Beratungsfachkräften entwickelt wurde, welche ich gerne und mit Stolz auf Berufsmessen, Elternsprechtagen, Vorträgen vor Klassen und Lehrkräften vorgestellt habe.
Kundenorientierung und Digitalisierung sind die Themen, die mich auch heute noch stark begeistern. Mein vertieftes Interesse an Kundenorientierung hat mich später zur Initiative „Personalarbeit der BA“ geführt. Dort habe ich mit der kreativen Methode des Design Thinkings mit einem kleinen Team eine Offboarding-Strategie für die BA entwickelt. Der Weg von dem Verständnis der Schmerzpunkte über die Entwicklung einer Idee bis hin zur Umsetzung im Intranet und Mitarbeiterportal war, genau wie mein Studium, eine spannende Reise.
„Es macht mich stolz, dass wir so tolle digitale Angebote haben“
Aktuell bin ich Berater in der Zentrale und arbeite im Bereich IT-Anforderungsmanagement online und operative IT-Verfahren. Hier arbeite ich an der Pflege und Weiterentwicklung von Onlineanwendungen für die Orientierung und Beratung wie zum Beispiel dem Selbsterkundungstool CHECK-U sowie dem Lexikon der Berufe BERUFENET mit. Mein Ziel ist es, die digitalen Angebote so mitzugestalten, dass unsere Kundinnen und Kunden sowie Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte diese als Mehrwert wahrnehmen.
Mir ist es wichtig, dass die BA gerade im Jugendbereich positiv wahrgenommen wird, da hier oftmals der erste Kontakt mit der BA entsteht. Ich möchte, dass dieser so positiv wie möglich erlebt wird, so dass die Jugendlichen im späteren Leben, wenn sie noch einmal mit uns zu tun haben sollten, mit einem guten Gefühl zu uns kommen. Gute digitale Angebote kommen sehr gut bei unserer Zielgruppe der Jugendlichen an und tragen zu seinem positiven Image der BA bei. Aus diesem Grund macht es mich stolz, dass wir so tolle digitale Angebote haben.
Entsprechend meiner Interessen habe ich mich weiterentwickelt, um dem Wunsch, digitale Veränderungen mitzugestalten, auch umsetzen zu können. Meine jetzige Tätigkeit ist an der Schnittstelle zwischen den Softwareentwicklerinnen und -entwicklern im IT-Systemhaus der BA sowie den Fachbereichen der Zentrale. Mein Team und ich sammeln fachliche Anforderungen, die von den Fachbereichen der Zentrale an unsere betreuten IT-Anwendungen gestellt werden und priorisieren diese gemeinschaftlich in einem Fachboard. Anschließend beauftragen wir die Kolleginnen und Kollegen im IT-Systemhaus mit der Umsetzung und überwachen den Entwicklungsprozess.
Am Ende des Entwicklungsprozesses steht ein verbessertes und nutzerfreundlicheres Onlineangebot, das ein Resultat vieler engagierter Kolleginnen und Kollegen ist. Ebenso freut es mich, dass ich nun einen kleinen Beitrag dazu beitragen kann.
Was ich an der BA gut finde und zukünftigen Studierenden raten würde: „Hört auf euer Herz und vielleicht führt es euch auf eine spannende Reise wie bei mir!“
Zu Beginn der Covid-19-Pandemie hatte ich mich – wie ganz viele andere Kolleginnen und Kollegen auch – freiwillig für die Kurzarbeitergeld-Bearbeitung gemeldet. Ich arbeitete im Homeoffice und erhielt plötzlich eine Nachricht, dass die Arbeit sofort zu beenden ist. Ich fuhr den Laptop herunter und wusste gar nicht was los war. Am nächsten Tag noch einmal dasselbe Szenario. Erst später erfuhr ich, dass aufgrund der plötzlich gestiegenen Mobilarbeit die Server im IT-Rechenzentrum komplett überlastet waren. Dennoch reichten diese beiden Momente aus, um mir ein Gefühl zu vermitteln, wie es ist, wenn ich von einem Augenblick zum nächsten nicht mehr arbeiten konnte bzw. durfte. Dadurch habe ich gemerkt, was Unsicherheiten im Beruf mit Menschen machen.
Ich bin sehr glücklich zu wissen, dass ich eine Arbeitgeberin habe, die in den Unsicherheiten des Lebens wie Krankheit und wirtschaftlicher Entwicklungen eine sichere Konstante in meinem Leben ist.
Neben der beruflichen Sicherheit war auch das Studium selbst ein sehr wertvoller Grundpfeiler für mein späteres Leben und meine berufliche Weiterentwicklung in der BA. Darüber hinaus wurden einige Studienfreunde zu Freunden fürs Leben. Ich bin sehr froh, dass ich damals so eine schicksalhafte Begegnung mit meinem Studienberater hatte, zu dem ich übrigens auch heute noch einen guten Kontakt pflege.
Wenn ihr überlegt, ob ihr bei der BA studieren möchtet: Hört auf euer Herz und vielleicht führt es euch auf eine spannende Reise wie bei mir! Egal wie sich eure Interessen, Fähigkeiten, Vorlieben oder Lebenssituation verändern wird, in der BA gibt es immer einen passenden Platz für euch!
Lieber Simon Dreimann, toll be- und geschrieben. Ich erinnere mich gerne an die gemeinsame Zeit in Bielefeld. Weiterhin einen guten, spannenden und sinnstiftenden sowie erfüllenden Weg. Herzliche Grüße aus Freiburg Thomas Richter