Cathryn Clüver Ashbrook bei den Mannheimer Reden: Ein Weckruf für die Demokratie. 250 Jahre nach ihrer Gründung gerät die Demokratie in den USA von innen unter Druck. Was das für Europa und Deutschland bedeutet, hat Cathryn Clüver Ashbrook bei der 15. Ausgabe der Mannheimer Reden analysiert. Dabei wurde eines klar: Wir alle sind gefordert, unsere eigene Demokratie aktiv zu verteidigen. „Verzweiflung und Pessimismus haben ihre Versuchungen. Aber sie dürfen gerade anhand des amerikanischen Beispiels nicht die Überhand gewinnen. Meine Damen und Herren, bleiben sie couragiert, bleiben sie in den Diskussionsräumen, seien sie präsent für sich und ihre Gemeinden. Leben sie ein aktives Leben“, fordert Ashbrook, ehemalige Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und heutiges Mitglied des Führungskreises der Bertelsmann Stiftung. Sie ist überzeugt: Das Beispiel der USA ist eine Einladung, es hierzulande besser zu machen. Institutionen stärken, Diskursräume schützen und politische Teilhabe als gemeinsame Verantwortung begreifen – das ist unsere Aufgabe. Dass auch zahlreiche Schüler:innen den Abend besuchten, macht Hoffnung. Die nächste Generation zeigt: Interesse am politischen Diskurs ist da. Mit den Mannheimer Reden schaffen die SRH und das Nationaltheater Mannheim seit 2017 einen Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen dürfen. Das Alte Kino Franklin im Benjamin-Franklin-Village – einst US-Militärstandort, heute lebendiger Kulturort – hätte als Veranstaltungsort nicht passender sein können. Einer, der diesen Geist von Anfang an mitgeprägt hat und den Diskurs liebte, war Christof Hettich. Vor Beginn der Veranstaltung erinnerten unser Vorstand Patrick Mombaur und Christian Holtzhauer, Intendant des Nationaltheater Mannheim, an unseren im Februar verstorbenen Vorstandsvorsitzenden. Sein Name gehört zu den Mannheimer Reden – und bleibt es.
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