Letzte Woche durfte ich für den Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V. am 𝗛𝗲𝗮𝘁𝗜𝗻𝘃𝗲𝘀𝘁 𝗦𝘁𝘂𝗱𝘆 𝗩𝗶𝘀𝗶𝘁 𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗻𝘁/𝗕𝗲𝗹𝗴𝗶𝗲𝗻 teilnehmen. 🏰
Das von der Europäischen Union geförderte Projekt wurde von FLUX50 organisiert und beinhaltete zwei spannende und informative Exkursionstage.
In Gent wurde mir wieder einmal deutlich, in welch einer Breite Wärmepumpen heute bereits eingesetzt werden können.
Die Wärmewende entscheidet sich nicht nur im Heizungskeller.
Sie entscheidet sich auch in Quartieren, Wärmenetzen, Industrieprozessen, und in Forschungszentren. Genau deswegen kommt es auf die richtigen politischen Rahmenbedingungen an, die Skalierung erst ermöglichen.
𝗔𝗺 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗧𝗮𝗴 𝘀𝘁𝗮𝗻𝗱𝗲𝗻 𝘂𝗿𝗯𝗮𝗻𝗲 𝗪ä𝗿𝗺𝗲𝗻𝗲𝘁𝘇𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗤𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿𝘀𝗹ö𝘀𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗶𝗺 𝗠𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝗽𝘂𝗻𝗸𝘁.
In Nieuwe Dokken wurde sichtbar, wie ein Niedertemperatur-Wärmenetz mehr als 400 Wohn- und öffentliche Einheiten versorgt — unter Einbindung lokaler Wärmequellen wie industrieller Abwärme, Biogas und Abwasserwärme, die über Wärmepumpen nutzbar gemacht wird.
Beim Luminus-Wärmenetz (dem ältesten Elektrizitätswerk in Belgien) wurde deutlich, welche Rolle industrielle Wärmepumpen, große Wärmespeicher und Systemoptimierung bei der Transformation bestehender Infrastruktur spielen können.
𝗔𝗺 𝘇𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗧𝗮𝗴 𝗿ü𝗰𝗸𝘁𝗲𝗻 𝗶𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲 𝗔𝗻𝘄𝗲𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗜𝗻𝗻𝗼𝘃𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗙𝗼𝗸𝘂𝘀. 🏬
Im Daikin Europe R&D Centre, bei Alpro und bei G-tech an der Universität Gent punktete die Wärmepumpe als Technologieplattform für Wärmerückgewinnung, Prozesswärme, Hochtemperatur-Anwendungen, smarte Regelung und industrielle Dekarbonisierung.
𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗕𝗲𝗶𝘀𝗽𝗶𝗲𝗹𝗲 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗵𝗼𝗰𝗵 𝗿𝗲𝗹𝗲𝘃𝗮𝗻𝘁 𝗳ü𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗮𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲 𝗲𝘂𝗿𝗼𝗽ä𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗗𝗲𝗯𝗮𝘁𝘁𝗲.
Die Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) setzt den Rahmen für einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050. Gleichzeitig machen die Diskussionen um den Industry Accelerator Act und Made in Europe deutlich: Europa braucht nicht nur ambitionierte Gebäudeziele, sondern auch starke Leitmärkte, resiliente Wertschöpfungsketten, Produktionskapazitäten und Fachkräfte für die Technologien, die diese Ziele umsetzen. Genau das wurde auch so von der Kommission erkannt und in Ihrer AccelerateEU- Kommunikation beschrieben.
𝗗𝗶𝗲 𝗪ä𝗿𝗺𝗲𝗽𝘂𝗺𝗽𝗲 𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁 𝗴𝗲𝗻𝗮𝘂 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝗻𝗶𝘁𝘁𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲: Sie verbindet Energieeffizienz, Elektrifizierung, erneuerbare Wärme, Energiesicherheit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.
𝗗𝗶𝗲 𝗘𝗶𝗻𝗱𝗿ü𝗰𝗸𝗲 𝗮𝘂𝘀 𝗚𝗲𝗻𝘁 𝘇𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻: Die Technologie ist verfügbar. Wärmepumpen funktionieren bereits heute in Gebäuden, Quartieren, Wärmenetzen und Industrieprozessen. Die zentrale Aufgabe liegt nun darin, die politischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Bedingungen der EU so zu gestalten, dass diese Lösungen schnell und in der Breite skaliert werden können.